Nach dem unser Flugzeug am ersten Januar kurz nach Acht in Auckland landete, waren wir also tatsächlich endlich nach ca. 21h kombinierter Flugzeit in Neuseeland angekommen. Fix wurde also der Mietwagen abgeholt und dann auf direktem Wege in Richtung des Central Business Districts gefahren, am Rande dessen das Verandahs Backpacker lag, wo wir für unsere Woche in Auckland untergebracht waren. Die Mischung aus bedenklichem Jetlag, Linksverkehr und Großstadtchaos konnte uns entgegen des Verlangens nach schönen weichen Bettchen nicht aufhalten. Angekommen im Backpacker bezogen wir also unser Zimmer und schleppten uns noch mal in den zum Glück nur 300m entfernen Countdown Supermarkt um wenigstens am nächsten Morgen Material fürs Frühstück zu haben. Gegen halb Zwei kamen wir vom Einkauf zurück und legten uns nur für ein Nickerchen hin. Als ich dann wieder aufwachte lächelte mich gerade die morgendliche Sonne durch das Fenster an, es war kurz vor Acht.
Nach dem wir den Rest des Vortages erfolgreich verschlafen hatten, stand heute erst einmal organisatorisches an der Tagesordnung: Neuseeländische SIM-Karte beschaffen, Bankkonto eröffnen und Steuernummer beschaffen. Angekommen vor dem Vodafone Store, wurden unsere Pläne jedoch zunichte gemacht. Der zweite Januar ist in Neuseeland nämlich ein Feiertag. So mussten wir umdisponieren und liefen nach dem Mittagessen von unserem Backpacker aus zum Mt Eden, ein kleiner Berg direkt neben Aucklands Zentrum auf dem sich ein komplett mit grasbewachsener Vulkankrater befindet. Von dort aus hat man einen super Blick über die ganze Stadt und die umliegende Landschaft.

Am folgenden Tag konnten wir uns dann unsere SIM-Karten besorgen und machten einen Tagesausflug zum Waitakere Ranges Reserve und Piha Beach. Ob Wandern auf urigen Trails zum Ursprung zahlreicher Wasserfälle oder entspannen am Strand, nur eine halbe Stunde Autofahrt außerhalb Aucklands wird einem alles geboten, was ein Entdeckerherz begehrt .




Am 4. Januar ging es zu einem weiteren beeindruckenden Stück Landschaft, auch wieder nur ungefähr eine halbe Stunde fahrt außerhalb Aucklands, das sich „Giant Dune“ nennt. Bei dem Lake Wainamu Reserve findet sich urplötzlich in mitten grüner Waldumgebung eine Dünenlandschaft aus grauem, fast schwarzem Sand an. Wie eine Miniatur Wüste direkt im Regenwald. Am sich anschließenden See „Lake Wainamu“ kann man sich super ein bisschen entspannen und die Ruhe genießen, was wir auch taten. Bis zum Nachmittag verbrachten wir dort ruhig den Tag und ließen ein wenig die Seele baumeln. Dann ging es zurück ins Backpacker. Mit dem noch nicht hundertprozentig auskurierten Jetlag und einem gut mit Abendbrot gefüllten Bauch sanken wir schließlich von fast alleine in unsere Betten.


Die verbliebenen Tage in Auckland verbrachten wir noch mit ein paar weiteren Ausflügen in die wundervolle Natur Neuseelands, an verstecke Strände und Buchten. Als Liebhaber der „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ Buch- sowie Filmreihe, führte natürlich auch kein Weg an einem Besuch beim „Hobbiton Movie Set“ vorbei, wobei man im Rahmen einer sehr informativen Führung durch das gesamte Dorf der Hobbits noch einmal voll und ganz in die Idylle und Schönheit des Auenlands eintauchen kann.
Am 8. Januar gaben wir dann schließlich den Mietwagen wieder zurück und flogen per Flugzeug erneut von Auckland aus nach Christchurch auf die Südinsel Neuseelands. Ab dort würde es dann heißen: Auto suchen, Route planen und ein letztes mal für lange Zeit in einem richtigen Haus und einem richtigen Bett schlafen. So langsam nahm unser Abenteuer fahrt auf!







